Autopsien des Alltäglichen
Mittwoch, 4. April 2018
April, April, der macht, was er will
April 2018. Seit zwei Tagen befinde ich mich bei einem neuen Arbeitgeber. Hatte der ehemalige Arbeitgeber noch sehr darauf gepocht, dass ich unausgelastet sei, so stellte mich der neue Arbeitgeber für genau jenes Riesenprojekt ein, an dem der alte Arbeitgeber wahrscheinlich auch einen Anteil von abbekommt und daher meine Expertise benötigen könnte. Aber nun, man kann ja den Menschen nicht zu seinem Glücke zwingen.

Und so ist nun eine neue Stadt angesagt. Weg vom Main, hin zum Neckar. Einer der kleinen Vorteile, nebst der besseren Bezahlung, ist, dass für die Dauer der Probezeit eine kleine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird. Das spart Nerven im morgendlichen Berufsverkehr. Auch erhöht es das sportliche Betätigungsaufkommen, bin ich doch in 25 Minuten von jener Wohnung bis ins Geschäft gelaufen. Im Vergleich zu 80 Minuten Autobahnfahrt beim alten Arbeitgeber. Und für die Zeit nach der Probezeit: sollte sich bei der Bahn niemand bemüßigt fühlen, einen gewissen Zug zu streichen, so bestünde auch die Möglichkeit, morgens mit dem IC innerhalb einer Stunde von zu Hause bis ins Büro zu fahren. Vorbei am Stau auf B10 und B27.

Momentan ist noch Stammhaus angesagt, aber ich vermute, dass in einem halben Jahr dann der Einsatz im Ausland wieder anfängt. Anfangs wohl nur aus einzelnen Reisen bestehend, aber mit Optionen auf längere Aufenthalte.

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Montag, 15. Januar 2018
Zwischendrin zum Neuen Jahr
Da ist es also. 2018. Das Jahr, in dem alles besser werden soll. Hofft man zumindest mal.

Nun, Uganda ist angelaufen, die ersten Erhebungen wurden getätigt, Berichte verfasst, nun soll es an die Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen für die möglichen Ausführenden gehen. Soll. Denn zwischenzeitlich ist man seitens der oberen Heeresleitung der Meinung, ich sei nicht ausgelastet. Weder Uganda noch Sudan reichen offensichtlich, die Firma bei Laune zu halten. Jene Kunde der Unterbeschäftigung überbrachte man mir mit einiger Verzögerung, weilte ich doch zu diesen Zeiten teilweise in Uganda, teilweise in China, um beide Projekte voranzutreiben. Aber auch das hielt die OHL nicht davon ab, an ihrem Plan festzuhalten. Nach mehreren abschlägigen Bescheiden meinerseits, sowohl verbal als auch schriftlich vorgetragen, hält man am Ziel fest, dass ich doch bitte freiwillig meinen Hut zu nehmen habe. Und so lamentieren sie auf mich ein, inzwischen steht bereits der vierte Gesprächstermin im Januar an. Nach meiner Rückkehr aus China, wo ich, man glaubt es kaum, Probleme aus dem Weg räumte, damit das Projekt im Sudan schneller und besser abgewickelt werden kann.

Nun denn, dann werde ich mal schauen, ob es auch noch andere Wiesen gibt, die grüner sind. Es tut mir für den Cabman Leid, denn dann wird das wohl nichts mehr werden mit dem Besuch in Uganda. So zeichnet es sich zumindest am Horizont ab.

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Dienstag, 22. August 2017
Out of Africa
Es geht dann mal wieder los. In 10 Monaten etwa, wenn es gut läuft. Oder später.

Diesmal steht Uganda auf dem Programm. Das erste Treffen mit dem Auftraggeber ist geschafft. Die Eckpunkte sind abgesteckt. Die nächsten 10 Monate werden jetzt mit Bestandsaufnahme, Verbesserungsvorschlägen, Bedarfsermittlung, Kostenermittlung und Ausschreibungen gefüllt, dann geht es an die Überwachung der Ausführung.

Ob die Familie mitgeht? Das Problem steht noch an. Einerseits wäre es gut, da der Auslandsaufenthalt mindestens 18 Monate dauern wird, andererseits gibt es dort weder eine deutsche Schule, noch einen deutschen Kindergarten. Und genau das sollte man im Moment in der Entwicklung der Kinder nicht unterbrechen. Wir haben schon einmal den Fehler begangen, wollen ihn nicht wiederholen.

Aber es sind ja auch vom Arbeitgeber garantierte Familienflüge enthalten. Dann muss es eben mit Besuchsflügen funktionieren.

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Mittwoch, 26. Oktober 2016
Es
ist ja immer wieder interessant, wie viel Uninteressantes es in der Welt gibt. Mein Leben, beispielsweise Es ist so uninteressant in der letzten Zeit gewesen, dass es darüber nichts zu bloggen gibt. Tagesgeschäft halt.

Oder wäre es interessant zu lesen, dass nun innerhalb des letzten Jahres sich nichts in Sachen neuer Projekte tat? Dass es nur gelegentliche Reisen in ferne Länder gab, die hier verarbeitet wurden? Dass es auch innerhalb der Familie keine großen Vorkommnisse gab? Dass man sich innerhalb einer Ehe nach und nach zusammenrauft?

Demnächst steht wieder ein kurzer Auslandsaufenthalt an. Mit den typischen Problemen: die Gattin will einerseits (der Mitbringsel wegen), dass ich gehe, andererseits (des Familienlebens wegen), dass ich dableibe. Und das schlägt sich bei ihr auf die Stimmung und dementsprechend auf ihre Reaktionen nieder. Aber auch daran arbeiten wir.

Schaun wir mal, was sich so ergibt.

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Mittwoch, 4. Mai 2016
Und ja,
es war China. Jetzt aber kommen die Bilder. Einfach anschauen. Und wieder die Frage: wo genau in China war das? Man muss ja den Anspruch nach und nach erhöhen.


Für die Verschlafenen wird jeden Tag der Teppich gewechselt.


Eine wahre Touristenattraktion






Ob sich Terry Pratchett wohl hier die Idee geholt hatte?




Das ist nur was für Schwindelfreie.





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Montag, 2. Mai 2016
Was man so lernt...
Heute leider ohne Bilder, aber die kommen bestimmt noch!

Da war ich doch wieder unterwegs. Diesmal weit entfernt im Osten. Nein, nicht Bitterfeld, Jena oder Zeitz, weiter sogar! Und habe wieder viel gelernt:
- Es gibt Frauen, die können mitsamt ihrer großen(!) Handtasche unangeschnallt auf dem Beifahrersitz sitzen. Und der Sitzbelegungserkennungspiepser spricht nicht an.
- Man kann 2 Stunden mit 120 auf der ganz linken Spur mit Dauerblinker links fahren. Egal, ob rechts ein Auto ist oder nicht. Mein innerer Monk ist immer noch heiser.
- Es gibt Hotels, deren Sicherheitsstandard ist offensichtlich so hoch, dass es am Frühstücksbuffet keine Messer gibt. An aufeinanderfolgenden Tagen. Wissen Sie eigentlich, wie schwierig es ist, sich ein Toastbrot mittels Gabel zu buttern? (Kaffeelöffel müssen auch ganz schlimme Waffen in diesem Hotel sein)
- Man kann offensichtlich auch Hühnerkrallen essen. Ich dann doch eher nicht so.

Jetzt wieder die Rateecke: welches Land ist das wohl gewesen?

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Mittwoch, 24. Februar 2016
Room with a view (2)
Und wieder ging es hinaus in die weite Welt. Ein wenig Eindrücke und Daten sammeln, um dann zu Hause etwas Verwertbares daraus zu basteln. Jedoch scheint es, als ob der Kunde sehr schwierig und nicht unbedingt an unseren Diensten interessiert ist.

Nichtsdestotrotz ergab sich dieser Blick aus dem morgendlichen Hotelzimmer:



Schon vor 6 Uhr morgens, die Sonne versteckt sich noch hinter den Bergen, ist schon Betrieb auf dem Fußballfeld hinter dem Hotel. Geschäftig wird dort trainiert und gegeneinander Fußball gespielt. Gegen 8 Uhr dreht dann ein Nachbar zur Linken die Musik auf. Lokales Liedgut beschallt dann das Viertel, weckt jeden auf, der es bis dahin nicht schon von selbst getan hat. Die Fußballspieler kümmert das wenig, die spielen weiter.

Weiter sogar noch, bis ich abends wieder im Hotel bin. Erst lange nach Sonnenuntergang legt sich die Aktivität auf dem unbeleuchteten Platz.

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Dienstag, 2. Februar 2016
Auf, auf, zu fernen Ufern
Und wiederum geht es in die Ferne, wenn auch nur kurz. Lediglich 5 Wochen stehen auf dem Programm. Diesmal geht es hoch hinaus, die Arbeit ruft mich auf eine Hochebene. Den Gläubigen mag es gefallen, gibt es in jenem Land doch viele, alte Relikte einer Religion. Nur: welches Land ist es wohl?

Frau Faultier, werden Sie es aus diesen wenigen Ansatzpunkten heraus erraten können?

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Montag, 14. Dezember 2015
Übersetzungsmaschinendesaster
Da wartet man mit geheuchelter Freude montags auf die neue Ladung Spammails im Geschäftsaccount und wird dann mit nur einer Mail enttäuscht. Nicht dass die Anzahl so gering wäre (ich hoffe, die Spammer leiden unter einer vierwöchigen Diarrhoe mit recyceltem Klopapier 40er Körnung), sondern feststellen zu müssen, dass manche Übersetzungsprogramme von ähnlich schlechten Leuten programmiert wurden. Hier also das Ergebnis:


Geschätztes Mitglied,

Willkommen in der Klaue Maschine Spiel!

Die Regeln sind einfach: klicken Sie auf die Schaltfläche, um die Klaue lösen und mit dem Bonus.
Du hast nur 1 Chance so klug sein und nicht Taille es.
Wenn Sie succedded Sie RubyFortune umgeleitet werden, bitte melden Sie sich für ein Konto, um Ihre Gewinne zu sammeln.
Eine letzte Sache - diese Aktion wird in genau 12 Tagen abläuft deshalb haben wir Sie schnell handeln und bekommen, was Sie verdienen heute beraten.

Viel Glück!



Nun, Glück werden auch die Versender brauchen, damit jemand die Links anklickt.

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Dienstag, 8. Dezember 2015
OktoberbeiNovembDezemberbeitrag
Und schon wieder ist die Zeit verstrichen. Kaum drehe ich mich einmal richtig um, ist es draußen kalt, neblig und regnerisch.

Saudi hat sich erledigt. Der Auftraggeber ist König, und der König wollte einen anderen Hofnarren. Nun gut, jeder muss nach seiner Façon glücklich werden. Für mich bedeutet dies nun mehr Zeit mit der Familie. Auch nicht schlecht.

Zwischenzeitlich in Deutschland angekommen, ergab es sich, dass eine Woche Kollegenhilfe in Nairobi gefragt war, also noch ein Stempelchen im Reisepass gesammelt. Nairobi. Auch sowas.
Im Gegensatz zu Saudi, Nigeria und Qatar fahren hier alle auf der falschen Straßenseite, aber konstant! Allerdings entspannter und mit weniger Hektik als in den genannten Ländern. Aber erst einmal weg vom Auto und hin zur Unterkunft.



Die Kollegen empfahlen ein Hotel in einer ruhigen Gegend, das einen guten Komfort bot. Zimmer mit Austritt zum Garten, ein "britisches" Ambiente, ein schöner Pool


(Notiz an mich: nächstes Mal Badehose nicht vergessen!)

und ein gutes Frühstück.



Neben der Arbeit ergab sich abends auch die Gelegenheit auf ein, zwei Bier sowie ein wenig Sightseeing, letzteres aber nur marginal.

Jetzt ist wieder Deutschland angesagt, aber Geschichten wird es noch genug geben!

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